TESHGE
Notdienst & Störungen

Stromausfall in der Wohnung: Was tun? Schritt-für-Schritt-Anleitung

Dipl.-Ing. Iyad Shurafa

Geschäftsführer von TESHGE

18. Februar 20267 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfe zuerst, ob nur deine Wohnung betroffen ist – oder das ganze Haus. Das bestimmt, wer zuständig ist.
  • Sicherungskasten checken: Ist ein Schalter rausgesprungen? Dann einmal zurücksetzen – aber nur einmal.
  • Fliegt die Sicherung sofort wieder raus, liegt ein Fehler vor. Nicht weiter probieren – Elektriker rufen.
  • TESHGE ist 24/7 erreichbar. Ruf uns an, wenn du den Fehler nicht selbst findest.

Foto: Person steht im dunklen Flur und leuchtet mit Taschenlampe auf den Sicherungskasten

Schritt 1: Ruhe bewahren und Lage checken

Plötzlich dunkel. Kein Licht, kein WLAN, kein Herd. Das erste Gefühl: Panik. Aber Stromausfälle sind in den meisten Fällen harmlos – und oft schneller behoben, als du denkst.

Bevor du irgendetwas am Sicherungskasten machst, verschaff dir einen Überblick:

  • Schau aus dem Fenster. Haben deine Nachbarn noch Licht? Sind die Straßenlaternen an? Wenn draußen alles dunkel ist, liegt das Problem beim Netzbetreiber – nicht bei dir.
  • Klopf bei den Nachbarn. Wenn du im Mehrfamilienhaus wohnst: Ist nur deine Wohnung betroffen oder auch andere? Das hilft bei der Eingrenzung.
  • Prüfe dein Smartphone. Hast du eine Nachricht vom Netzbetreiber oder eine Störungsmeldung in der App? Geplante Abschaltungen werden meistens vorab angekündigt.

Gut zu wissen: Ist nur deine Wohnung betroffen, liegt die Ursache fast immer im Sicherungskasten oder an einem defekten Gerät. Fällt der Strom im ganzen Haus aus, ist der Hausanschluss oder das Netz betroffen.

Wenn du feststellst, dass nur deine Wohnung dunkel ist – weiter zu Schritt 2.

Schritt 2: Sicherungskasten prüfen

Der Sicherungskasten ist die Schaltzentrale deiner Elektrik. Hier findest du heraus, was passiert ist.

Was du im Sicherungskasten siehst

In einem modernen Sicherungskasten gibt es zwei Arten von Schaltern:

SchalterFunktionErkennung
Leitungsschutzschalter (LS)Schützt die Leitung vor Überlastung und KurzschlussKleine Schalter, beschriftet mit Ampere-Werten (10 A, 16 A, 20 A)
FI-Schutzschalter (RCD)Schützt Menschen vor StromschlagGrößerer Schalter, hat einen Test-Knopf (T)

So gehst du vor

  1. Taschenlampe oder Handylicht nehmen – arbeite nicht im Dunkeln am Kasten
  2. Alle Schalter prüfen – Ist einer nach unten gekippt oder in Mittelstellung? Das ist der ausgelöste Schalter
  3. Einmal hochschieben – Schiebe den Schalter zurück in die Ein-Position

Wichtig: Schiebe den Schalter nur einmal zurück. Fliegt er sofort wieder raus, liegt ein aktiver Fehler in der Leitung vor. Nicht weiter versuchen – du machst es damit nicht besser, sondern riskierst einen Schaden.

Wenn der Schalter oben bleibt und der Strom wieder da ist: Problem gelöst. Wahrscheinlich hat ein Gerät kurzzeitig zu viel Strom gezogen oder es gab einen einmaligen Fehler.

Wenn der Schalter sofort wieder auslöst – weiter zu Schritt 3.

Schritt 3: Fehlerquelle eingrenzen

Der Schalter fliegt immer wieder raus. Das bedeutet: Irgendwo in deiner Wohnung gibt es einen aktiven Fehler. Jetzt geht es darum, ihn zu finden.

So grenzt du ein

  1. Alle Geräte vom Strom trennen – Stecker raus bei allem: Wasserkocher, Toaster, Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher. Wirklich alles.
  2. Sicherung wieder einschalten – Bleibt sie jetzt oben?
  3. Geräte einzeln wieder einstecken – Eins nach dem anderen. Warte nach jedem Gerät kurz.
  4. Beobachte, bei welchem Gerät die Sicherung fliegt – Das ist dein Übeltäter.

Wenn du das defekte Gerät gefunden hast: Nicht mehr benutzen. Entweder reparieren lassen oder entsorgen.

Tipp: Die häufigsten Verursacher sind Geräte mit Heizelement – Wasserkocher, Bügeleisen, Durchlauferhitzer, alte Waschmaschinen. Aber auch defekte Netzteile von Laptops oder Handyladegeräten können einen Kurzschluss verursachen.

Wenn die Sicherung auch ohne Geräte sofort wieder rausfliegt, liegt das Problem in der festen Installation – also in der Leitung selbst. Das ist ein Fall für den Elektriker.

Wann musst du den Elektriker rufen?

Nicht jeder Stromausfall erfordert einen Notdienst. Aber es gibt klare Situationen, in denen du sofort professionelle Hilfe brauchst:

  • Brandgeruch oder verschmorter Plastikgeruch – Sofort Sicherung aus und Elektriker rufen. Bei offenem Feuer: 112.
  • Sicherung fliegt wiederholt raus – Auch nach dem Trennen aller Geräte. Dann liegt ein Leitungsfehler vor.
  • Keine erkennbare Ursache – Kein Gerät defekt, kein Schalter ausgelöst, trotzdem kein Strom. Das deutet auf einen Kabelbruch oder losen Kontakt hin.
  • Wasserschaden in der Nähe von Elektrik – Wasser und Strom sind eine lebensgefährliche Kombination.
  • Warme oder verfärbte Steckdosen – Ein Zeichen für überhitzte Kontakte. Brandgefahr.
  • Knistern oder Summen aus der Wand – Niemals ignorieren. Das sind Warnzeichen für einen Lichtbogen.

Lebensgefahr: Wenn du Brandgeruch wahrnimmst oder Funken siehst: Sicherungskasten komplett ausschalten (Hauptschalter), Wohnung verlassen und sofort den Notruf (112) wählen. Erst danach den Elektriker anrufen.

Stromausfall im ganzen Haus – was tun?

Wenn nicht nur deine Wohnung, sondern das gesamte Gebäude oder sogar die Straße betroffen ist, liegt das Problem beim Netzbetreiber.

Störungsstelle kontaktieren

In Berlin ist die Stromnetz Berlin GmbH zuständig. Die Störungsnummer lautet:

030 / 49 202 – 333 (24 Stunden erreichbar)

In Brandenburg erreichst du die E.DIS Netz GmbH unter:

0800 / 65 87 111 (kostenfrei, rund um die Uhr)

Was du in der Zwischenzeit tun kannst

  • Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten – Die halten 4–6 Stunden ohne Strom, solange die Tür zu bleibt
  • Empfindliche Elektronik vom Netz trennen – Wenn der Strom wiederkommt, kann es zu Spannungsspitzen kommen
  • Taschenlampe statt Kerzen – Klingt banal, aber Kerzen verursachen jedes Jahr tausende Wohnungsbrände

Vorbeugen: So vermeidest du Stromausfälle

Die meisten Stromausfälle in der Wohnung haben eine gemeinsame Ursache: veraltete Elektrik. Ein moderner Sicherungskasten mit ausreichend Stromkreisen verhindert die häufigsten Probleme.

Was du tun kannst

  • Zählerschrank prüfen lassen – Ist er älter als 25 Jahre? Hat er noch Schraubsicherungen statt Automaten? Dann wird es Zeit für eine Modernisierung.
  • Stromkreise nicht überlasten – Wasserkocher, Toaster und Mikrowelle nicht gleichzeitig an einer Steckdosenleiste. Jedes Gerät mit hoher Leistung braucht idealerweise einen eigenen Stromkreis.
  • Steckdosenleisten mit Schalter nutzen – So trennst du Geräte wirklich vom Netz und schützt sie vor Überspannungen.
  • E-Check alle 4 Jahre – Ein Fachbetrieb prüft die gesamte Elektrik und findet Schwachstellen, bevor sie Probleme machen.
  • Altbau-Elektrik sanieren – In vielen Berliner Altbauten stammt die Elektrik aus den 60er- oder 70er-Jahren. Zu wenige Stromkreise, keine FI-Schutzschalter, veraltete Leitungen. Eine Komplettsanierung schafft dauerhafte Sicherheit.

Tipp: Lass bei einer Sanierung gleich ausreichend Stromkreise für die Küche einplanen. Moderne Küchen brauchen allein 3–4 separate Stromkreise – für Herd, Backofen, Spülmaschine und Kleingeräte.

Warum TESHGE?

  • 24/7 Notdienst – Stromausfall um 3 Uhr nachts? Wir sind erreichbar. Immer.
  • Ingenieurbetrieb – Geschäftsführer ist Diplom-Ingenieur. Wir finden die Ursache, nicht nur das Symptom.
  • Berlin und Brandenburg – Wir kennen die Elektrik in Berliner Altbauten und Neubauten gleichermaßen.
  • Festpreise – Auch im Notdienst: Du weißt vorher, was es kostet.
  • Alles aus einer Hand – Vom Notdienst-Einsatz bis zur dauerhaften Sanierung. Kein Weiterreichen an Subunternehmer.

Stromausfall und du findest die Ursache nicht?

Ruf uns an oder vereinbare eine kostenlose Erstberatung. Wir sind 24/7 für dich da – auch nachts und am Wochenende.

Erstberatung vereinbaren

Artikel teilen