Wallbox installieren: Voraussetzungen & Ablauf in Berlin
Dipl.-Ing. Iyad Shurafa
Geschäftsführer von TESHGE
Das Wichtigste in Kürze
- Der Aufwand einer Wallbox-Installation hängt vom Leitungsweg und Zählerschrank-Zustand ab – wir erstellen dir ein verbindliches Festpreisangebot.
- Seit 2024 ist die Anmeldung beim Netzbetreiber für jede Wallbox Pflicht – wir übernehmen das komplett.
- Die Installation dauert in der Regel einen halben bis einen ganzen Arbeitstag.
- Prüfe vorher, ob dein Zählerschrank genug Platz hat – sonst wird ein Tausch fällig.
Foto: Wallbox-Installation an einer Hauswand in Berlin
Warum eine Wallbox und keine Steckdose?
Viele E-Auto-Besitzer laden anfangs über die normale Haushaltssteckdose. Das funktioniert – ist aber weder sicher noch praktisch.
Eine Schuko-Steckdose ist für Dauerbelastung nicht ausgelegt. 8–10 Stunden Laden bei 2,3 kW strapaziert die Leitung, erhöht die Brandgefahr und dauert ewig. Eine Wallbox lädt mit bis zu 11 kW – das ist fast fünfmal schneller und dafür gebaut.
Wichtig: Das Laden über eine normale Steckdose ist laut VDE nur als Notlösung gedacht. Für den Dauerbetrieb schreibt die Norm eine fest installierte Ladeeinrichtung vor.
Vorteile einer Wallbox
- Sicherheit – eigener Stromkreis mit FI-Schutzschalter Typ A-EV oder Typ B
- Geschwindigkeit – 11 kW statt 2,3 kW, voller Akku über Nacht
- Komfort – Plug & Charge, kein Kabel-Chaos
- Steuerung – Ladezeiten programmieren, PV-Überschussladen, App-Steuerung
- Wertsteigerung – eine Wallbox erhöht den Immobilienwert
Was beeinflusst den Aufwand?
Der Installationsaufwand variiert von Haus zu Haus. Diese Faktoren bestimmen, was bei dir gemacht werden muss:
- Leitungsweg – Vom Zählerschrank zur Garage/Stellplatz: je länger die Strecke, desto mehr Material und Arbeitszeit
- Zählerschrank – Hat er genug Platz? Ist er TAB-konform? Sonst kommt ein Tausch dazu
- Wallbox-Modell – Einfaches Laden oder mit App, PV-Anbindung, Lastmanagement?
- Grabungsarbeiten – Falls die Leitung unterirdisch zum Carport muss
Festpreis-Garantie: Nach der Bestandsaufnahme bekommst du von uns ein verbindliches Festpreisangebot. Was drinsteht, gilt – keine Überraschungen.
Voraussetzungen für die Installation
Bevor die Wallbox an die Wand kommt, müssen ein paar Dinge stimmen:
1. Netzanschluss prüfen
Dein Hausanschluss muss die zusätzliche Last verkraften. Eine 11-kW-Wallbox zieht 16 Ampere pro Phase. Bei einem typischen Einfamilienhaus mit 35–63 A Absicherung ist das meistens kein Problem – wir messen das vorher.
2. Zählerschrank checken
Der Zählerschrank braucht Platz für einen zusätzlichen Leitungsschutzschalter und FI-Schutzschalter. Ist der Schrank veraltet oder voll, muss er modernisiert werden.
3. Anmeldung beim Netzbetreiber
Seit 2024 muss jede Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden – egal ob 3,7 kW oder 22 kW. Ab 11 kW ist zusätzlich eine Genehmigung erforderlich. Wir übernehmen das komplett.
4. Stellplatz und Leitungsweg
Wo steht das Auto? Garage, Carport oder Außenstellplatz? Der Leitungsweg vom Zählerschrank zur Wallbox bestimmt den Installationsaufwand.
Ablauf: So installieren wir deine Wallbox
1. Erstgespräch
Du rufst an oder schreibst uns. Wir klären: E-Auto-Modell, gewünschte Ladeleistung, Stellplatz-Situation, Zählerschrank-Alter. Nach 15 Minuten hast du einen ersten Überblick.
2. Bestandsaufnahme vor Ort
Wir prüfen Zählerschrank, Hausanschluss, Leitungsweg und Stellplatz. Alles wird dokumentiert – so können wir ein genaues Angebot erstellen.
3. Festpreisangebot
Du bekommst ein detailliertes Angebot: Wallbox, Installation, Material, Anmeldung beim Netzbetreiber – alles inklusive, ein Preis.
4. Installation
Leitung verlegen, Wallbox montieren, FI-Schutzschalter einbauen, alles anschließen und prüfen. In den meisten Fällen an einem Tag erledigt.
5. Prüfung & Anmeldung
Wir messen, prüfen nach VDE und melden beim Netzbetreiber an. Du bekommst Prüfprotokoll und Dokumentation.
Tipp: Wenn dein Zählerschrank sowieso getauscht werden muss, lass beides zusammen machen. Das spart einen Termin und oft auch Kosten.
Häufige Fehler bei der Wallbox-Installation
- Ohne Fachbetrieb installieren – Eine Wallbox darf nur von einem eingetragenen Elektrobetrieb installiert werden
- Anmeldung vergessen – Ohne Anmeldung drohen Bußgelder und Probleme mit der Versicherung
- Falschen FI-Schutzschalter verwenden – Für Wallboxen ist mindestens Typ A-EV vorgeschrieben
- Zählerschrank ignorieren – Ein veralteter Schrank kann die ganze Installation ausbremsen
- Zu kurz gedacht – Lieber gleich eine 11-kW-Wallbox statt 3,7 kW, auch wenn das aktuelle Auto weniger kann
Warum TESHGE?
- Ingenieurbetrieb – Planung und Ausführung aus einer Hand
- Eingetragener Installationsbetrieb – Wir dürfen beim Netzbetreiber anmelden
- Festpreisangebot – Keine versteckten Kosten
- Alles aus einer Hand – Von der Bestandsaufnahme bis zur Anmeldung
- Zukunftssicher – Wir planen PV-Anbindung und Lastmanagement gleich mit
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