Zählerschrank modernisieren: Wann ist es Pflicht? Ablauf & Voraussetzungen
Dipl.-Ing. Iyad Shurafa
Geschäftsführer von TESHGE
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Zählerschranktausch ist Pflicht, wenn der Netzbetreiber es verlangt – z.B. bei Wallbox, Photovoltaik oder Smart-Meter-Einbau.
- Nach der Bestandsaufnahme bekommst du ein verbindliches Festpreisangebot – transparent und ohne versteckte Kosten.
- Der Tausch dauert in der Regel 1–2 Arbeitstage. Wir übernehmen die komplette Anmeldung beim Netzbetreiber.
- Lass dir gleich Reserveplätze für Wallbox, PV und Smart Home einplanen – das spart dir später einen zweiten Umbau.
Foto: Moderner Zählerschrank nach TAB-konformer Erneuerung
Wann muss der Zählerschrank getauscht werden?
Nicht jeder alte Zählerschrank muss sofort raus. Aber es gibt klare Situationen, in denen ein Tausch Pflicht ist – oder zumindest dringend empfohlen wird.
Pflicht-Situationen
Ein Tausch ist verpflichtend, wenn:
- Der Netzbetreiber es verlangt – zum Beispiel bei der Installation einer Wallbox oder Photovoltaikanlage
- Ein Smart Meter eingebaut werden soll und der alte Schrank keinen Platz dafür hat
- Die Anlage bei einer Prüfung nach DIN VDE durchfällt
- Du eine Komplettsanierung der Elektrik planst
Wichtig: Ab 2025 werden Smart Meter schrittweise zur Pflicht. Wenn dein Zählerschrank keinen Platz dafür bietet, fordert der Netzbetreiber einen Tausch – auf deine Kosten.
Dringend empfohlen
Auch ohne behördlichen Zwang solltest du über einen Tausch nachdenken, wenn:
- Dein Schrank noch Schraubsicherungen (Diazed) statt Automaten hat
- Kein FI-Schutzschalter (RCD) verbaut ist
- Der Schrank älter als 30 Jahre ist
- Es regelmäßig zu Sicherungsausfällen kommt
- Du dein Haus verkaufen oder vermieten willst
Was beeinflusst den Aufwand?
Jeder Zählerschranktausch ist individuell. Diese Faktoren bestimmen, was bei dir gemacht werden muss:
- Anzahl der Zählerplätze – Ein Mehrfamilienhaus braucht mehr Platz als eine Wohnung
- Umfang der Schutzeinrichtungen – Wie viele FI-Schutzschalter und Sicherungsautomaten werden benötigt?
- Erweiterungen – Soll gleich eine Wallbox-Vorbereitung oder ein PV-Einspeisezähler mit rein?
- Zustand der Bestandsinstallation – Manchmal müssen Zuleitungen oder die Hauptverteilung angepasst werden
Festpreis-Garantie: Bei TESHGE bekommst du nach der Bestandsaufnahme ein verbindliches Festpreisangebot. Was drinsteht, gilt – keine versteckten Kosten, keine Nachforderungen.
Ablauf: So läuft der Tausch bei TESHGE
1. Erstgespräch
Du rufst an oder schreibst uns. Wir klären, warum ein neuer Zählerschrank nötig ist: Alter, geplante Erweiterungen, Anforderungen des Netzbetreibers. Nach 15 Minuten weißt du, ob ein Tausch nötig ist.
2. Bestandsaufnahme vor Ort
Wir prüfen: Welcher Schrank ist verbaut? Wie viele Zählerplätze werden benötigt? Was fordert der Netzbetreiber? Wir nehmen alles auf – keine bösen Überraschungen beim Tausch.
3. Festpreisangebot
Du bekommst ein detailliertes Angebot: Neuer Zählerschrank, Schutzeinrichtungen, Anmeldung beim Netzbetreiber – alles in einem Preis.
4. Installation
Alter Schrank raus, neuer rein. FI-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter, Reserveplätze – alles normgerecht nach aktueller TAB installiert. In den meisten Fällen an einem Tag erledigt.
5. Prüfung & Anmeldung
Wir prüfen die Installation nach DIN VDE, melden beim Netzbetreiber an und übergeben dir Prüfprotokoll und Schaltplan. Alles dokumentiert, alles angemeldet.
Was wird konkret ausgetauscht?
Beim Zählerschranktausch erneuern wir nicht nur den Kasten, sondern die gesamte Schutzeinrichtung:
- Neuer Zählerschrank nach aktueller TAB des Netzbetreibers
- FI-Schutzschalter (RCD) für jeden Bereich – normgerecht dimensioniert
- Leitungsschutzschalter statt alter Schraubsicherungen
- Reserveplätze für Wallbox, Smart Meter und Photovoltaik
- Überspannungsschutz (Typ 1+2) zum Schutz deiner Geräte
- Neue Verdrahtung und Beschriftung aller Stromkreise
Tipp: Lass dir gleich Reserveplätze für eine Wallbox oder Photovoltaikanlage einplanen. Das ist bei einem Neubau ein minimaler Mehraufwand – eine Nachrüstung später bedeutet deutlich mehr Arbeit.
TAB – was ist das und warum ist sie wichtig?
Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) sind Vorschriften des Netzbetreibers. Sie regeln, wie ein Zählerschrank aufgebaut sein muss – von der Mindestgröße über die Schutzeinrichtungen bis zur Platzierung.
Jeder Netzbetreiber hat eigene TAB. In Berlin gelten die Vorgaben der Stromnetz Berlin GmbH, in Brandenburg die der E.DIS Netz GmbH. Wir kennen beide – und planen deinen Schrank entsprechend.
Ein nicht TAB-konformer Zählerschrank bedeutet:
- Der Netzbetreiber verweigert den Zählereinbau
- Kein Smart Meter möglich
- Probleme beim Hausverkauf oder bei der Versicherung
- Im Schadensfall kann die Versicherung die Zahlung verweigern
Warum TESHGE?
- Ingenieurbetrieb – Planung und Ausführung aus einer Hand, Geschäftsführer ist Diplom-Ingenieur
- Eingetragener Installationsbetrieb – Wir dürfen beim Netzbetreiber anmelden und abnehmen
- Festpreisangebot – Was im Angebot steht, gilt. Keine versteckten Kosten
- Alles aus einer Hand – Bestandsaufnahme, Planung, Installation, Anmeldung, Dokumentation
- Zukunftssicher – Wir planen Reserveplätze für Wallbox, PV und Smart Home gleich mit
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